Joachim Eckl

Biografie

 

Joachim Eckl lebt und arbeitet in Unternberg bei Neufelden an der Großen Mühl, einem Fluss im geschichtsträchtigen und naturgewaltigen Mühlviertel. Die Vorfahren waren Müller flussaufwärts in der Berndlmühle in Aigen-Schlägl. Die Familie hat über Generationen Kraft und Energie aus der Großen Mühl gewonnen. Zuerst für die Kunstmühle um Getreide zu malen, dann für das E-Werk, um Strom zu erzeugen. 1902 errichtete der Urgroßvater das erste Wasserkraftwerk an der Großen Mühl um "Licht in den Ort zu bringen", wie er sagte.

1962 in Haslach an der Großen Mühl geboren und dort auch aufgewachsen, sind Joachim Eckls Beziehung zu Land und Kultur sowie die hiesigen Besonderheiten erst 1989, nach der Rückkehr von einem einjährigen Studienaufenthalt in New York, wirklich bedeutend geworden. In Form der Erkenntnis, dass die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts Fortschritt, aber auch ein Übermaß an Achtlosigkeit mit sich gebracht haben. Sein Engagement speist sich aus der Überzeugung, dass die Zeit gekommen ist, um einen Schritt weiter zu gehen und dem Fluss und der Region etwas zurückzugeben. Unter dem Namen HEIM.ART® arbeitet Joachim Eckl als freischaffender Künstler sowohl in der Station Neufelden als auch an internationalen Projekten.

Nach seinem Studium der Psychologie in Österreich und New York hat er über 20 Jahre in unterschiedlichen Rollen im Kunstbetrieb gearbeitet. Parallel zur Verwirklichung von mehr als 100 seiner eigenen Projekte war er bei der Realisierung von Großprojekten von Tony Cragg, Jeff Koons, Christo & Jean Claude, Klaus Rinke u.a. engagiert.

„Die Station – Neufelden“, das ehemalige Lagerhaus an der großen Mühl, wird nun seit 10 Jahren von Eckl als eigene Kunst-Station betrieben: Seine Arbeit basiert auf einem erweiterten Verständnis von Kunst, das wesentlich von Joseph Beuys Begriff der „Sozialen Skulptur“ inspiriert ist. Eckl erzeugt durch das Kreieren gemeinsamer Erfahrungen Impulse für „soziale Skulpturen“. Er versteht sich selbst als „Sozial-Ingenieur“. Wasser spielt in dieser Arbeit eine zentrale Rolle: Er versteht und nützt es als Grundelement von menschlicher Interaktion. Aktuell bringt er mit seinem „River-to-River“-Projekt Flüsse und Menschen von unterschiedlichen Erdteilen zusammen und erzeugt so soziale Wärme. 2008/2009 hat er Projekte in Österreich, Tschechien, Deutschland, England, Ägypten, Sambia und Zimbabwe realisiert.

BEKENNTNIS DES KÜNSTLERS

(formuliert anlässlich der Konferenz WACHSTUM IM WANDEL - Wien 2012)

 

zum Interview

 

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Vorwissenschaftliche Arbeit

 "Das Thema Wasser in der Kunst von Joachim Eckl" 

von Kriechenbauer Petra