Bau einer Lebens-Impuls-Erinnerungs-Anlage

Aktion und Installation auf dem Hasenweg von Joachim Eckl


Im Rahmen von „Der Begriff der Kunst und seine Erweiterung durch Joseph Beuys“ von Karl-Heinz Tritschler

Eine Veranstaltung der „Studientage Soziale Skulptur II“ der Humboldt-Haus Achberg GbR

13. März – 16. März 2008
Achberg

 

Im Rahmen der vom Verein zur Förderung des Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen Plastik veranstalteten Studientage Soziale Skulptur im Humboldt Haus in Achberg/Deutschland wurde zwischen 13. - 16. März 2008 eine Lebens-Impuls-Erinnerungs-Anlage von Joachim Eckl am Hasenweg errichtet.

 

Dinge von denen sich Menschen trennen wollen, materielle und ideelle Dimensionen, Form und Wesen, Erdäpfel und Steine, sowie erinnerndes Denken und gemeinsames Nach-Denken waren die verbindenden Ausgangspunkte dieser Aktion. Im Wesentlichen basiert ihre Verwirklichung aber auf dem Geiste der gemeinsamen Handlung, bei der 12 (+4) inspirierte Menschen beitragende Teilnehmer waren.

 

Zuerst wurden die mitgebrachten Dinge eingekreist, besprochen und danach mit Leinen und Spagatschnur verbunden und eingepackt. So wurden die Dinge erinnert und von ihrer Funktion getrennt. Sie sind damit nur noch als reine Formenwesen präsent, das Lösen wird vorbereitet. Danach suchte sich jeder einen Erdapfel (mittelalterlicher Begriff für Globus, heute für Kartoffel) und begriff ihn als Modell seiner Erde mit Augen aus denen Lebens-Triebe zum Licht streben. Dann begann der Bau der Anlage auf dem Hasenweg. Nach dem Vorbild der Erdäpfel wurden Steine gesucht. Die gefundenen Steine, die Findlinge, sind durch einen entgegen gesetzten Formbildungsprozess (von Außen, durch Abschleifen) entstandene Formen-Zwillinge der Erdäpfel (von Innen, durch Wachsen). 
Das Zentrum der Anlage wurde von einem Ring aus 12 Steinen eingekreist. In die so entstandene innere Zentralscheibe wurden von den Mitwirkenden die Erdäpfel gepflanzt. Im Umkreis der Steine sind Erdnester für die verbundenen Gegenstände angelegt worden. Nachdem die Dinge geerdet und eingenistet waren, wurden strahlenförmige Spagat-Verbindungen von den Ring-Steinen zu den Dingen geknüpft. Danach wurden die gesamte Anlage, die Erdnester der Findlinge und der Dinge, sowie die Verbindungsfurchen mit dem Spagat mit Erde aufgefüllt und wieder mit dem zuvor zur Seite geräumten Laub bedeckt. Jetzt arbeitet die Anlage Vorort und lebt in der Erinnerung derer, die sich eingebracht und ihren formgebenden Betrag geleistet haben, weiter.

 

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