HEIM.ART®-Station
Das alte Lager­haus am Bahnhof Neufelden

Ein Ort wo Gastfreundschaft geübt, und an Bewegungs-Impulsen aus der Kunst gearbeitet wird: Kunst als Vehicle für "Arbeit an der Zukunft".

Viele Menschen sehen die Erde als Gast­geber des Menschen. Sie sind um die Erhaltung der Ressourcen für die eigene Zukunft und die der Menschheit bemüht. Um die vielfältigen Krisen der Gegenwart - im Anthropozän - zu bewältigen, bedarf es einer grund­legenden Veränderung im Verhältnis des Menschen zur Welt.

"Ich bin davon überzeugt, dass es heute für den Menschen gilt Gastfreund­schaft gegenüber der Welt zu entwickeln. Dies ist notwendig, um das Verhältnis und die Beziehung des Menschen zur Erde, zur Pollis und zu sich selbst zukunfts­trächtig zu gestalten. Ein diesbezüglich zukunftsträchtiger Ansatz erscheint mir darin zu liegen, die Rollen von Gast und Gastgeber grundsätzlich zu hinter­fragen und zu wechseln. In einer tatsächlich gelebten Gastfreundschaft oszillieren diese Rollen - sie wechseln fließend, wobei der Gastgeber zum Gast und der Gast zum Gastgeber wird... Dieser Tanz, diese Bewegung in den Positionen und der fließende Wechsel von Standpunkten kann durch kreative Bewegungs- und Gestaltungs-Impulse aus der Kunst genährt und immer wieder aufs neue erzeugt werden.

In diesem Sinne lade ich in die Station ein, um mit Kunst und Künstlern Gast und Gastgeber zu sein, um so mitzugestalten und mit uns - im künstlerischen Arbeitsfeld - Gast­freundschaft zu leben und zu üben." - Joachim Eckl

 

Aktuell:

 

ERSTE LIEBE von Samuel Beckett -

BECKETT'S 120th BIRTHDAY 

am 13.4.2026 - 18h
(persönliche Anmeldung erforderlich: „Beckett“ an eckl@servus.at)

Lesungen/Performances mit musikalischen Aktionen sowie Irish Stew zu Samuel Becketts Geburtstag

Von und mit Leopold von Verschuer, Bo Wiget, Eva Brunner und Martin Engler.

Wie alljährlich seit des irischen Nobelpreisselträgers Samuel Becketts 100. Geburtstag lesen-spielen-perfümmeln Bo Wiget, helvetischer Dada-Cellist und Brüllant, und Leopold von Verschuer, belgo-germanischer Überschwätzer und Schausplitzer, am 13. April seine frühe Erzählung „Erste Liebe“ vor, in der Beckett einen vaterfixierten obdachlosen Grantler sich wider Willen in eine Prostituierte verlieben lässt, um in erster Linie psycho-akustische Untersuchungen anzustellen, die dazu führen … aber das verraten wir jetzt noch nicht, außerdem brauchen wir mehr Zeit zum Kochen, deshalb lesen heuer kurzerhand der heisere Phantombajazzo Martin Engler und Primadollerina Eva Brunner mit, dann können wir dabei für alle Anwesendinnen einen Irish Stew nach dem Rezept von Paul Bocuse zubereiten und anschließend abstimmen, ob derlei misogyne Spitzenliteratur weiterhin vorgelesen gehört hört hört …

„Am Rande der Müh“/ Franziska Füchsl

am 25.4.2026 - 15h

Buchpräsentation mit Lesung der Autorin

Die österreichische Literatin Franziska Füchsl hat mit „Am Rande der Müh“, das im Frühjahr 2026 im Thanhäuser-Verlag erschienen ist, den deutschen Preis für Nature Writing 2025 gewonnen. Mit dem Kommentar: "Schreiben wie ein Fluss denkt“.  (https://thanhaeuser.at/am-rande-der-mueh/)

 

„Holzschnitte und Zeichnungen“ / Christian Thanhäuser

am 25.4.2026 - 16h

Ausstellungseröffnung und Gespräch mit Christian Thanhäuser

Es sind die Holzschnitte, die für das Buch „Am Rande der Müh“ (Franziska Füchsl) entlang der großen, kleinen und steinernen Mühl entstanden sind zu sehen.

Zudem sind großformatige Böhmerwald-Zeichnungen und Holzschnitttafeln ausgestellt.

 

Bohuslav Reynek (1892-1971)

am 25.4.2026 - 17h

Ausstellungseröffnung und Lesung

Radierungen des großen böhmischen Dichters, Schriftstellers, Graphikers und Zeichners.

Die Werke stammen aus den privaten Sammlungen von Veronika Reynkova und Reinhard Ulrich - mit bestem Dank!)

 

Bohuslav Reynek‘s Enkelin Veronika Reynkova (CZ) liest bei der Eröffnung ausgewählte Gedichte ihres Großvaters auf tschechisch.

Martin Engler (Schauspieler, Berlin) ließt parallel dazu erstmals Übersetzungen dieser Gedichte ins Deutsche, die von Kristina Kallert (Regensburg)

zu diesem Anlass erarbeitet worden sind.

 

Für Juli ist im Rahmen der Ausstellungen noch eine Lesung von Thomas Macho aus seinem Buch „ Sehen ohne Augen“ (Thanhäuser- Verlag)

und ein Gespräch samt musikalischem Beitrag von und mit Otto Lechner in Planung (der genaue Termin wird bekannt gegeben)

 

„Klaus Rinke räumt die Welt ein“ (1939-2026)

Sonntag, 3.5.2026 - 20h

Ein Film von „Jimmi“ Kurt Hennrich und Joachim Eckl 2011/2026

Filmpräsentation-Premiere zu Klaus Rinke‘s Geburtstag am 29.4.1939 / Anmeldung erbeten unter: Rinke-Film an eckl@servus.at

Warm Data Talk

Samstag, 30.5.2026 von 14-19h

Christine Petersen und Helmut Haastert-Petersen laden ein zu einem ganzheitlichen, schöpferischen Erfahrungsraum – im Sinne ihres Labels „ImZwischenSprechen“ (www.imzwischensein.de) und im besonderen Format der Warm Data Labs nach Nora Bateson (www.warmdata.life) .

Sie werden die geistigen und künstlerischen Hintergründe ihres Ansatzes erläutern, in die Eigenart und Haltung eines Warm Data Labs einführen und anschließend die Teilnehmenden durch den gemeinsamen Erfahrungsraum begleiten.

An diesem Nachmittag soll sich – im Miteinander – bewegen dürfen, was viele Kunstschaffende und all jene beschäftigt, die die menschliche Gestaltungsfähigkeit als wesentlichen Teil ihres Lebens und Arbeitens verstehen: sei es in Umwelt- und Kulturarbeit, in wirtschaftlichen Zusammenhängen oder in anderen Feldern des gesellschaftlichen Wirkens.

Eine aktuelle, herausfordernde Frage wird den kommunikativen Raum öffnen und uns einladen, gemeinsam zu erkunden, was uns in unserem Alltag und in unserer inneren Ausrichtung berührt und trägt.

„Wie verändert sich unser Miteinander, wenn wir nicht über ein Thema reden, sondern uns innerhalb eines geteilten Erfahrungsraums begegnen?“

 

Ab Juni 2026 in der HEIM.ART®️-Station

 

“Kunst-Impuls und Ringgespräch”

Jeden Donnerstag um 19h (bis Ende August) - bei Interesse / Anmeldung unter „Ringgespräch“ an eckl@servus.at

Wir laden Interessierte zum „Kunst-Impuls mit anschließendem Ringgespräch“ in die HEIM.ART®-Station ein. Dabei wird stets als Einstieg ein besonderer Kunst-Impuls (Installation, Film, Lesung, Malerei, Skulptur, Konzert, etc) als Grundlage für die Entwicklung eines ergebnisoffenen Ringgesprächs geboten. Unser Ansinnen ist es einen Ring für wirkliche und wirksame Gesprächsrunden zu erzeugen, bei denen ein gemeinsames Kunst-Erlebnis verbunden mit einer offenen und bewußten Gesprächsführung ein konstruktives Gespräch aus Liebe zur Sache ermöglicht. Wir verstehen dies als einen gemeinsamen Beitrag zur Entwicklung demokratischer Fähigkeiten. Dies kann meiner Meinung nach nur außerhalb politischer und wirtschaftlicher Interessenverbände, und daher aus der Kunst heraus, gelingen.

 

FAUST - Der Tragödie I. & II. Teil

Nur bei Schönwetter am 10./11.7.2026 oder 7./8.8.2026

Ein Mono-Drama in der Regie von Benjamin Blaikner, Textfassung und Spiel: Max Pfnür

(Gesamtdauer ca. 5,5 Stunden)

Ein Mensch leidet einsam an seinem Mangel an Resonanz in der Welt. Abgekapselt sehnt er sich nach mehr, als nur ein Teil derselben zu sein. Er will mehr als begreifen – er will ergreifen, sich ermächtigen und die Welt formen. Er will sie sich zu eigen machen und sich selbst in ihr verewigt sehen.

„Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdentagen
nicht in Äonen untergehn.“

Aus zwei Seelen in der Brust erwächst in diesem Mono-Drama ein vielstimmiger Chor. Max Pfnür spielt in dieser abendfüllenden, gewaltigen Solo-Performance alle Figuren aus FAUST I und II.

Mehr Infos zum Stück: https://www.theater-der-mitte.at/faust

„Reynek“

Samstag, 25.7.2026 - 17-18.30h

Ein atmosphärisches live-Hör-Spiel von und mit Martin Engler am Stations-Gelände…

A. R. PINXIT - Bilder aus der Malerverksted

Arnkjell Ruud / Hannes Weigert

Vom 1.August bis 27.September

Gezeigt werden Arbeiten aus dem malerischen Werk von Arnkjell Ruud aus den Jahren 2010 - 2025, die in der Malerverksted in Vidaråsen (Norwegen) als eine besondere Art von Co-Kreationen mit dem Maler Hannes Weigert entstanden sind.

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open haus - Sommer - Öffnungszeiten/Ausstellungen:

  • Samstag 14:00 - 18:00 Uhr
  • Sonntag 11:00 - 16:00 Uhr
  • oder nach Terminvereinbarung unter 0664-1618028 (bitte um kurze Voranmeldung) oder auf "Gut Glück"!

 

Alle Eintritte/Konzerte/Filme im künstlerischen Arbeitsfeld sind frei und auch barrierefrei zugänglich.

  • Zur Unterstützung und zum Erhalt der Station wird um Spenden an den gemeinnützigen HEIM.ART - Kunstverein gebeten.
  • Kontonummer: AT96 2033 4059 0003 1633