HEIM.ART®-Station
Das alte Lager­haus am Bahnhof Neufelden

Ein Ort wo Gastfreundschaft geübt, und an Bewegungs-Impulsen aus der Kunst gearbeitet wird: Kunst als Vehicle für "Arbeit an der Zukunft".

Viele Menschen sehen die Erde als Gast­geber des Menschen. Sie sind um die Erhaltung der Ressourcen für die eigene Zukunft und die der Menschheit bemüht. Um die vielfältigen Krisen der Gegenwart - im Anthropozän - zu bewältigen, bedarf es einer grund­legenden Veränderung im Verhältnis des Menschen zur Welt.

"Ich bin davon überzeugt, dass es heute für den Menschen gilt Gastfreund­schaft gegenüber der Welt zu entwickeln. Dies ist notwendig, um das Verhältnis und die Beziehung des Menschen zur Erde, zur Pollis und zu sich selbst zukunfts­trächtig zu gestalten. Ein diesbezüglich zukunftsträchtiger Ansatz erscheint mir darin zu liegen, die Rollen von Gast und Gastgeber grundsätzlich zu hinter­fragen und zu wechseln. In einer tatsächlich gelebten Gastfreundschaft oszillieren diese Rollen - sie wechseln fließend, wobei der Gastgeber zum Gast und der Gast zum Gastgeber wird... Dieser Tanz, diese Bewegung in den Positionen und der fließende Wechsel von Standpunkten kann durch kreative Bewegungs- und Gestaltungs-Impulse aus der Kunst genährt und immer wieder aufs neue erzeugt werden.

In diesem Sinne lade ich in die Station ein, um mit Kunst und Künstlern Gast und Gastgeber zu sein, um so mitzugestalten und mit uns - im künstlerischen Arbeitsfeld - Gast­freundschaft zu leben und zu üben." - Joachim Eckl

 

Aktuell:

Bernd Bleffert - Klangkunst-Objekte

3 Klanginstallationen bis 30.April 2026 - Gärtchen der Erinnerung / Langsaiten / SandStrom

Die Installationen von Bernd Bleffert in der Station eröffnen mit rieselndem Sand, tropfendem Wasser und pendelnden Steinen eine betörende Welt der Klänge. Zudem wird seine Langsaiteninstallation (ca. 30m Länge) bespielt. Bleffert leitet seit über 20 Jahren eines der wichtigsten internationalen Festivals für aktuelle Klangkunst in Trier/Deutschland - das Opening Festival.

 

Winter - Öffnungszeiten/Ausstellungen:

  • keine offiziellen Öffnungszeiten - gerne nach Terminvereinbarung unter 0664/1618028 (Bitte um kurze Voranmeldung)
  • oder kurzfristig auf „Gut Glück“ (warm anziehen)
  • Ab 25.April 2026 starten wir...

Vorschau - 2026:

 

Ausstellung:

Auf ca. 1000 m2 werden Arbeiten von Bernd Bleffert, Joachim Eckl(A), Anselm Glück (A), Dietmar Gross (D), Michaela Haider (A), Dieter Huber (A), Martyn Jaques (GB), Marcus Kaiser (D), Dubravka Lazić (SRB), Thomas Paster (A), Michael Pisaro-Liu (USA), Hubert Schatz (A) und Karl-Heinz Tritschler (D) gezeigt.

 

Buchpräsentation - „Summer came early this year…“

Der Lagerhaus-Sommer startet heuer schon am 25. April 2026 mit einer Buchpräsentation der österreichischen Literatin Franziska Füchsl. Mit „Am Rand der Müh“, das im Frühjahr 2026 im Thanhäuser-Verlag erscheint, hat sie den deutschen Preis für Nature Writing 2025, mit dem Kommentar„…Schreiben wie ein Fluss denkt…“ bekommen. (https://thanhaeuser.at/am-rande-der-mueh/)

Zu diesem Anlass werden Holzschnitte von Christian Thanhäuser, die für dieses Buch am Rand der großen, kleinen und steinernen Mühl entstanden sind erstmals ausgestellt. Parallel dazu gibt es ausgewählte Radierungen des böhmischen Dichters, Schriftstellers, Graphikers und Zeichners Bohuslav Reynek (1892-1971).

Ab Juni 2026 in der HEIM.ART®️-Station

Jeden Donnerstag um 19h (bis Ende August)

“Kunst-Impuls und Ringgespräch”

Wir laden Interessierte zum „Kunst-Impuls mit anschließendem Ringgespräch“ in die HEIM.ART®-Station ein. Dabei wird stets als Einstieg ein besonderer Kunst-Impuls (Installation, Film, Lesung, Malerei, Skulptur, Konzert, etc) als Grundlage für die Entwicklung eines ergebnisoffenen Ringgesprächs geboten. Unser Ansinnen ist es einen Ring für wirkliche und wirksame Gesprächsrunden zu erzeugen, bei denen ein gemeinsames Kunst-Erlebnis verbunden mit einer offenen und bewußten Gesprächsführung ein konstruktives Gespräch aus Liebe zur Sache ermöglicht. Wir verstehen dies als einen gemeinsamen Beitrag zur Entwicklung demokratischer Fähigkeiten. Dies kann meiner Meinung nach nur außerhalb politischer und wirtschaftlicher Interessenverbände, und daher aus der Kunst heraus, gelingen.

 

Warm Data Talk

Samstag, den 30.Mai 2026, von 14-19h

Christine Petersen und Helmut Haastert-Petersen laden ein zu einem ganzheitlichen, schöpferischen Erfahrungsraum – im Sinne ihres Labels „ImZwischenSprechen“ (www.imzwischensein.de) und im besonderen Format der Warm Data Labs nach Nora Bateson (www.warmdata.life) .

Sie werden die geistigen und künstlerischen Hintergründe ihres Ansatzes erläutern, in die Eigenart und Haltung eines Warm Data Labs einführen und anschließend die Teilnehmenden durch den gemeinsamen Erfahrungsraum begleiten.

An diesem Nachmittag soll sich – im Miteinander – bewegen dürfen, was viele Kunstschaffende und all jene beschäftigt, die die menschliche Gestaltungsfähigkeit als wesentlichen Teil ihres Lebens und Arbeitens verstehen: sei es in Umwelt- und Kulturarbeit, in wirtschaftlichen Zusammenhängen oder in anderen Feldern des gesellschaftlichen Wirkens.

Eine aktuelle, herausfordernde Frage wird den kommunikativen Raum öffnen und uns einladen, gemeinsam zu erkunden, was uns in unserem Alltag und in unserer inneren Ausrichtung berührt und trägt.

„Wie verändert sich unser Miteinander, wenn wir nicht über ein Thema reden, sondern uns innerhalb eines geteilten Erfahrungsraums begegnen?“

 

Ankündigung

FAUST - Der Tragödie I. & II. Teil

Nur bei Schönwetter am 10./11.7.2026 und 7./8.8.2026

Ein Mono-Drama in der Regie von Benjamin Blaikner, Textfassung und Spiel: Max Pfnür

(Gesamtdauer ca. 5,5 Stunden)

Ein Mensch leidet einsam an seinem Mangel an Resonanz in der Welt. Abgekapselt sehnt er sich nach mehr, als nur ein Teil derselben zu sein. Er will mehr als begreifen – er will ergreifen, sich ermächtigen und die Welt formen. Er will sie sich zu eigen machen und sich selbst in ihr verewigt sehen.

„Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdentagen
nicht in Äonen untergehn.“

Aus zwei Seelen in der Brust erwächst in diesem Mono-Drama ein vielstimmiger Chor. Max Pfnür spielt in dieser abendfüllenden, gewaltigen Solo-Performance alle Figuren aus FAUST I und II.

Mehr Infos zum Stück: https://www.theater-der-mitte.at/faust

 

Vom 1.August bis 27.September

Arnkjell Ruud / Hannes Weigert

A. R. PRINXIT - Bilder aus der Malerverksted

Gezeigt werden Arbeiten aus dem malerischen Werk von Arnkjell Ruud aus den Jahren 2010 - 2025, die in der Malerverksted in Vidaråsen (Norwegen) als eine besondere Art von Co-Kreationen mit dem Maler Hannes Weigert entstanden sind.

 

Alle Eintritte/Konzerte/Filme im künstlerischen Arbeitsfeld sind frei und auch barrierefrei zugänglich.

  • Zur Unterstützung und zum Erhalt der Station wird um Spenden an den gemeinnützigen HEIM.ART - Kunstverein gebeten.
  • Kontonummer: AT96 2033 4059 0003 1633